Den heißesten Tag des Jahres brachte ich damit zu, meine Bücherregale zu überarbeiten – ich mag es einfach, wenn die Schweißflüsse an mir herunter mäandern und kleine Seen auf dem Laminat bilden.
Tatsächlich brachte ich es dabei fertig, so viele Bücher auszusortieren, dass mir nun 1,20 m freie Regalfläche zur Verfügung stehen. Mein Wohnzimmertisch dagegen ächzt bedenklich und hat einen guten Meter Höhe gewonnen.
Als ich die 40 überschritt, begann für mich die zweite Lebenshälfte (80 scheint mir ein realistisches Lebensalter und wenn ich 100 werde, na, dann hab ich mich halt vertan). Seither überlege ich, ob man in der zweiten Hälfte nicht all das abbauen sollte, was man in der ersten anhäufte. Idealerweise läge ich dann mit dem letzten verbleibenden Buch in der Hand auf dem Totenlager, dem letzten verbleibendem Möbelstück. .

1 Kommentare:
... Idealerweise läge ich dann mit dem letzten verbleibenden Buch in der Hand auf dem Totenlager, dem letzten verbleibendem Möbelstück.
Das finde ich irgendwie eine sehr schöne Vorstellung! Diese Art der Überlegung, wie Du sie hier beschreibst, kenne ich von mir selbst auch. :)
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